Suchen
Deutsch
Zurück zur Übersicht

Das richtige Schneidwerkzeug für den Astschnitt

Ob Obstbaum, Zierstrauch oder älteres Gehölz: Beim Astschnitt entscheidet nicht nur der richtige Zeitpunkt über das Ergebnis. Mindestens genauso wichtig ist das passende Werkzeug. Ein sauberer Schnitt erleichtert der Pflanze den Wundverschluss und verhindert unnötige Quetschungen oder Rindenschäden. Wer mit stumpfen oder zu kleinen Werkzeugen arbeitet, macht sich die Arbeit schwerer und hinterlässt häufig unsaubere Schnittstellen.

Warum ein sauberer Schnitt so wichtig ist

Jeder Schnitt ist für die Pflanze eine Verletzung. Je glatter und sauberer die Schnittfläche ist, desto besser kann das Gewebe damit umgehen. Stumpfe Klingen quetschen das Holz, fransen die Rinde aus und können unnötig grosse Wundflächen verursachen. Ein gutes Schneidwerkzeug sollte deshalb scharf sein, gut in der Hand liegen und zur Stärke des jeweiligen Astes passen.

Wer seine Ausstattung ergänzen möchte, findet in unserer Kategorie [Schneidwerkzeuge] passende Werkzeuge für den Gehölz- und Astschnitt.

Bypass-Gartenschere für junge und lebende Triebe

Bei einer Bypass-Schere gleiten zwei Schneiden aneinander vorbei. Dadurch entsteht ein besonders sauberer Schnitt. Sie eignet sich hervorragend für junge Triebe, Rosen, dünne Zweige, Obstgehölze und kleinere Ziersträucher. Gerade bei lebendem Holz ist eine gute Bypass-Schere meist die erste Wahl.

Wichtig ist, die Schere nicht für Äste zu verwenden, die eigentlich bereits zu stark für sie sind. Muss mit grosser Kraft gedrückt oder die Schere verdreht werden, sollte man auf ein grösseres Werkzeug wechseln.

Amboss-Schere für trockenes und härteres Holz

Bei einer Amboss-Schere trifft die Schneide auf eine feste Gegenfläche. Dadurch lässt sich mit vergleichsweise wenig Kraft arbeiten. Das Holz wird jedoch stärker zusammengedrückt als bei einer Bypass-Schere.

Amboss-Scheren eignen sich deshalb besonders für abgestorbenes Holz, trockene Zweige und härtere Äste. Für frisches und empfindliches Pflanzengewebe ist eine Bypass-Schere in der Regel schonender.

Astschere für stärkere Äste

Wenn die normale Gartenschere nicht mehr ausreicht, kommt die Astschere zum Einsatz. Durch ihre langen Griffe entsteht eine deutlich grössere Hebelwirkung. Dadurch lassen sich stärkere Äste mit wesentlich weniger Kraft schneiden.

Auch Astscheren gibt es als Bypass- und Amboss-Ausführung. Für lebendes Holz ist eine Bypass-Astschere häufig die bessere Wahl. Bei trockenem oder abgestorbenem Holz kann eine Amboss-Astschere ihre Vorteile ausspielen.

Astsäge für grössere Durchmesser

Ab einer gewissen Aststärke ist eine Säge die richtige Wahl. Wer versucht, einen zu grossen Ast mit einer Schere zu bewältigen, riskiert einen unsauberen Schnitt und kann gleichzeitig das Werkzeug beschädigen.

Eine gute Astsäge schneidet frisches Holz schnell und kontrolliert. Besonders praktisch sind kompakte Klappsägen oder Sägen mit gebogenem Sägeblatt. Bei stärkeren Ästen sollte darauf geachtet werden, dass die Rinde beim Sägen nicht unkontrolliert einreisst.

Starke Äste in mehreren Schritten sägen

Bei schweren Ästen kann das Eigengewicht dazu führen, dass der Ast während des Sägens abbricht und einen langen Rindenstreifen vom Stamm reisst. Deshalb empfiehlt sich bei grösseren Ästen ein schrittweises Vorgehen.

Zunächst wird der Ast etwas weiter aussen von unten eingesägt. Anschliessend erfolgt von oben ein zweiter Schnitt etwas weiter ausserhalb. Erst danach wird der verbleibende Aststummel sauber entfernt. So lässt sich die Gefahr von Rindenverletzungen deutlich reduzieren.

Nicht bündig am Stamm schneiden

Ein häufiger Fehler beim Gehölzschnitt ist ein Schnitt direkt am Stamm. Der verdickte Bereich am Ansatz eines Astes – der sogenannte Astring – sollte möglichst erhalten bleiben. In diesem Bereich befindet sich besonders aktives Gewebe, das für den natürlichen Wundverschluss wichtig ist.

Der Schnitt erfolgt deshalb knapp ausserhalb dieses Bereichs. Auch lange Aststummel sollten vermieden werden. Sie sterben häufig zurück und können später eine Eintrittsstelle für holzzersetzende Organismen bilden.

Scharfe Werkzeuge sind wichtiger als viele Werkzeuge

Für den normalen Gehölzschnitt braucht es keine grosse Sammlung. Eine gute Grundausstattung besteht häufig bereits aus Bypass-Gartenschere für dünne und frische Triebe, Astschere für mittlere Aststärken und Astsäge für stärkere Äste.

Damit lässt sich ein grosser Teil der üblichen Schnittarbeiten im Garten erledigen. Wichtiger als die Anzahl der Werkzeuge ist deren Qualität und Zustand.

Schneidwerkzeuge regelmässig reinigen

Harz, Pflanzensaft und Schmutz setzen sich mit der Zeit an den Klingen ab. Nach der Arbeit sollten Scheren und Sägen deshalb gereinigt und trocken gelagert werden. Bewegliche Teile profitieren gelegentlich von etwas Pflegeöl.

Bei hochwertigen Gartenscheren können Klingen häufig nachgeschärft oder ausgetauscht werden. Dadurch kann ein gutes Werkzeug viele Jahre verwendet werden.

Nach kranken Pflanzen besonders sorgfältig reinigen

Wer krankes oder abgestorbenes Pflanzenmaterial entfernt, sollte die Schneidwerkzeuge anschliessend reinigen. Bestimmte Krankheitserreger können über verschmutzte Werkzeuge von einer Pflanze auf eine andere übertragen werden. Gerade wenn nacheinander verschiedene Gehölze geschnitten werden, ist etwas Hygiene deshalb sinnvoll.

Das passende Werkzeug schont Pflanze und Gärtner

Beim Astschnitt sollte nicht mit möglichst viel Kraft gearbeitet werden. Das richtige Werkzeug macht den Schnitt einfacher, sicherer und sauberer. Eine scharfe Gartenschere für dünne Triebe, eine kräftige Astschere für mittlere Durchmesser und eine gute Astsäge für stärkere Äste bilden deshalb eine sinnvolle Grundausstattung für fast jeden Garten.

Wer das Werkzeug passend zur jeweiligen Aufgabe auswählt, arbeitet nicht nur komfortabler – er schafft auch bessere Voraussetzungen für einen gesunden und fachgerechten Gehölzschnitt.

Entdecke unsere [Schneidwerkzeuge] für den fachgerechten Ast- und Gehölzschnitt.

Kommentare
Kommentar schreiben Schliessen
*